Entlassungstag

Wie es mir damit geht? Nicht anders als sonst auch, fürchte ich. Sicher: ich gehe anders als ich kam und „besser“ ist und bleibt ein wirklich seltsames Wort im Zusammenhang mit dem traumatischen und tragischen Tod des einen geliebten Menschen, des DU.

Fazit:

In meinem Innern klafft fortan ein kreischender Krater, bedeckt lediglich von einer Schicht hauchdünnen verspiegelten Glases.

Leben bleibt schmerzhaft und lediglich in sehr kleinen Dosen aushaltbar.

Jedes therapeutische oder freundschaftliche Ins-Leben-zurück-Herumgezerre bleibt unerträglich.

Das Entsetzten über DEINEN Tod lässt sich länger verdrängen und der Impuls, das Seil einfach loszulassen, lässt sich schneller und nachhaltiger übergehen.

Ich sehe Möglichkeiten, tiefer in die Wahrheit der Wirklichkeit hinunter- und hineinzusteigen.

Ich sehe Möglichkeiten zur Schaffung günstiger Umstände für die Situation, in der ich mich befinde.

Ich verspüre einen gewissen Respekt vor dem Leben an sich und eine Art Pflichtgefühl dem meinem gegenüber.

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